In 60 Tagen durch Europa - und dabei trotzdem Land und Leute kennenlernen UND Urlaub machen? Klingt wie ein unmögliches Unterfangen, aber zusammen mit meinem besten Freund werde ich das Experiment wagen.
Matthias und ich haben durchaus schon die ein oder andere Erfahrung im Reisen gemacht. Aber aus seinen Fehlern lernt man bekanntlich. So werden wir zum Beispiel nicht mehr mit dem Auto ins Blaue zu fahren. Das haben wir vorletzten Sommer in Richtung Italien ausprobiert. Noch vor der Grenze begann sich Matthias' alter Daewoo in seine Einzelteile zu zerlegen: Zuerst kam der Innenspiegel geflogen. Dann ließ sich das Fenster auf der Fahrerseite nicht mehr schließen, und nach der provisorischen Reparatur ging es nicht mehr auf; das war besonders an den Maut-Stellen sehr lustig. Schließlich gingen die Reifen drauf; der erste platze auf der Autobahn, der zweite einfach so. Nach zwei Stunden im ausgestorbenen Hinterhof einer italienischen "Autowerkstadt" ohne die Möglichkeit uns mit dem Besitzer zu verständigen, war für uns relativ klar, dass wir nicht noch einmal mit seinem Auto in den Urlaub fahren wollten.
Mit welchem Auto sollten wir denn dann fahren? Genau: Mit allen, die vorbei kommen.
Also werden wir uns mit Rucksack, Landkarte und ungesundem Optimismus an die Straße stellen und den Daumen schwenken.
Aber nein, wenn Kinder der Generation Web2.0 eine Reise planen, dann beginnen sie bei Google Maps: http://matthias.wilkau-hasslau.net/map09.php
Zunächst wird die Strecke grob festgelegt: Es soll eine Hauptstadt-Tour werden, zuerst in den Norden - Skandinavien, Baltikum, und dann wieder in den Süden - Prag, Wien, Budapest, Istanbul, Athen.
Als nächstes werden die Fährverbindungen mit ihrer Dauer aus dem Internet herausgesucht; daraus, und mit dem Verdoppeln der Zeitangaben von Google Maps kann berechnet werden, wie weit man in etwa an einem Tag per Anhalter reisen kann. In der nächstliegenden Stadt, oder einfach auf der Häfte der Strecke wird nach einer Übernachtungsmöglichkeit bei Couchsurfing gesucht. Und wer sagt noch, dass man Mathematik nicht im Alltagsleben gebrauchen kann...
Mit Hilfe dieser Angaben kann nun die Reiseroute mit allen nötigen Zwischenübernachtungen festgelegt werden. Das entsprechende Kartenmaterial wird in sämtlichen mobilen Geräten gespeichert (die teilweise extra für dieses Vorhaben besorgt worden, zum Beispiel mein brandneues Smartphone E-Ten Glofiish mit GPS, WLAN und Schnickschnack, der jedem Technikliebhaber der Herz höher schlagen lässt^^), und es wird dafür gesorgt, dass die Routenplanung auch ohne Verbindung zum Mobilfunknetz oder zum Internet funktioniert. So sind wir unabhängig von der Netzverfügbarkeit. Wir wäre auch gern unabhängig von Strom, aber Wireless Strom muss erst für den Hausgebrauch weiterentwickelt werden.
Wer per Anhalter reist, muss sich auf jede Menge Wartezeiten und Frust einstellen, aber das wird doppelt und dreifach belohnt, wenn man endlich unterwegs ist: Erstens, es ist kostenlos. Ein schlagendes Argument, wie ich finde. Zweitens lernt man die Bewohner des Landes schon vor der Ankunft kennen (ob das gut oder schlecht ist muss jeder selbst entscheiden), erhält Informationen über das Land und eventuell schon über die Zielstadt, oder man unerhält sich einfach nett. Oft entstehen daraus Freundschaften oder nützliche Bekanntschaften, die einem zum Beispiel ein Praktikumsangebot machen. Gelegentlich werden einem auch mal 10 Euro oder ein belegtes Brötchen in die Hand gedrückt.
Wer Couchsurfing im Sommer zu nutzen gedenkt, braucht starke Nerven und Ausdauer. Besonders Schweden ist eine harte Nuss, Stockholm fast unmöglich. Aber wir haben es geschafft: Nach wochenlangem Anschreiben von potientiellen Gastgebern haben wir jetzt - eine Stunde vor Mitternacht - für alle Orte jemanden gefunden, der bereit ist, uns für lau aufzunehmen. Stockholm ist es nicht ganz geworden, dafür aber Nacka, ein Vorort.
Um die Übersicht nicht zu verlieren, haben wir uns eine Webseite zusammengebastelt, auf der wir speichern, wo wir schon angefragt haben, und wie diese Leute reagiert haben. Den Link mache ich nicht öffentlich, weil mir sonst jeder in die Datenbank schreiben könnte ^^
So, es ist Zeit zum Schlafengehen; ich melde mich von unterwegs!
Matthias und ich haben durchaus schon die ein oder andere Erfahrung im Reisen gemacht. Aber aus seinen Fehlern lernt man bekanntlich. So werden wir zum Beispiel nicht mehr mit dem Auto ins Blaue zu fahren. Das haben wir vorletzten Sommer in Richtung Italien ausprobiert. Noch vor der Grenze begann sich Matthias' alter Daewoo in seine Einzelteile zu zerlegen: Zuerst kam der Innenspiegel geflogen. Dann ließ sich das Fenster auf der Fahrerseite nicht mehr schließen, und nach der provisorischen Reparatur ging es nicht mehr auf; das war besonders an den Maut-Stellen sehr lustig. Schließlich gingen die Reifen drauf; der erste platze auf der Autobahn, der zweite einfach so. Nach zwei Stunden im ausgestorbenen Hinterhof einer italienischen "Autowerkstadt" ohne die Möglichkeit uns mit dem Besitzer zu verständigen, war für uns relativ klar, dass wir nicht noch einmal mit seinem Auto in den Urlaub fahren wollten.
Mit welchem Auto sollten wir denn dann fahren? Genau: Mit allen, die vorbei kommen.
Also werden wir uns mit Rucksack, Landkarte und ungesundem Optimismus an die Straße stellen und den Daumen schwenken.
Aber nein, wenn Kinder der Generation Web2.0 eine Reise planen, dann beginnen sie bei Google Maps: http://matthias.wilkau-hasslau.net/map09.php
Zunächst wird die Strecke grob festgelegt: Es soll eine Hauptstadt-Tour werden, zuerst in den Norden - Skandinavien, Baltikum, und dann wieder in den Süden - Prag, Wien, Budapest, Istanbul, Athen.
Als nächstes werden die Fährverbindungen mit ihrer Dauer aus dem Internet herausgesucht; daraus, und mit dem Verdoppeln der Zeitangaben von Google Maps kann berechnet werden, wie weit man in etwa an einem Tag per Anhalter reisen kann. In der nächstliegenden Stadt, oder einfach auf der Häfte der Strecke wird nach einer Übernachtungsmöglichkeit bei Couchsurfing gesucht. Und wer sagt noch, dass man Mathematik nicht im Alltagsleben gebrauchen kann...
Mit Hilfe dieser Angaben kann nun die Reiseroute mit allen nötigen Zwischenübernachtungen festgelegt werden. Das entsprechende Kartenmaterial wird in sämtlichen mobilen Geräten gespeichert (die teilweise extra für dieses Vorhaben besorgt worden, zum Beispiel mein brandneues Smartphone E-Ten Glofiish mit GPS, WLAN und Schnickschnack, der jedem Technikliebhaber der Herz höher schlagen lässt^^), und es wird dafür gesorgt, dass die Routenplanung auch ohne Verbindung zum Mobilfunknetz oder zum Internet funktioniert. So sind wir unabhängig von der Netzverfügbarkeit. Wir wäre auch gern unabhängig von Strom, aber Wireless Strom muss erst für den Hausgebrauch weiterentwickelt werden.
Wer per Anhalter reist, muss sich auf jede Menge Wartezeiten und Frust einstellen, aber das wird doppelt und dreifach belohnt, wenn man endlich unterwegs ist: Erstens, es ist kostenlos. Ein schlagendes Argument, wie ich finde. Zweitens lernt man die Bewohner des Landes schon vor der Ankunft kennen (ob das gut oder schlecht ist muss jeder selbst entscheiden), erhält Informationen über das Land und eventuell schon über die Zielstadt, oder man unerhält sich einfach nett. Oft entstehen daraus Freundschaften oder nützliche Bekanntschaften, die einem zum Beispiel ein Praktikumsangebot machen. Gelegentlich werden einem auch mal 10 Euro oder ein belegtes Brötchen in die Hand gedrückt.
Wer Couchsurfing im Sommer zu nutzen gedenkt, braucht starke Nerven und Ausdauer. Besonders Schweden ist eine harte Nuss, Stockholm fast unmöglich. Aber wir haben es geschafft: Nach wochenlangem Anschreiben von potientiellen Gastgebern haben wir jetzt - eine Stunde vor Mitternacht - für alle Orte jemanden gefunden, der bereit ist, uns für lau aufzunehmen. Stockholm ist es nicht ganz geworden, dafür aber Nacka, ein Vorort.
Um die Übersicht nicht zu verlieren, haben wir uns eine Webseite zusammengebastelt, auf der wir speichern, wo wir schon angefragt haben, und wie diese Leute reagiert haben. Den Link mache ich nicht öffentlich, weil mir sonst jeder in die Datenbank schreiben könnte ^^
So, es ist Zeit zum Schlafengehen; ich melde mich von unterwegs!
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