Sonntag, 17. Januar 2016

Weihnachtsdeko, die ins Gesicht springt wie ein Alien-Facehugger (22.12.2010)

Von diesem Weihnachtsbaum musste ich einfach ein Video machen: Ich nannte ihn den "epilepsy tree":



Und ich habe den Sprachkurs des Semesters abgeschlossen.


Weihnachtspost (20.12.2010)

Meine Oma hatte mir ein Päckchen mit Leckereien aus Deutschland gesendet. Internationle Pakete müssen persönlich unter Vorlage des Reisepasses in der Postzentrale abgeholt werden. Man zieht eine Nummer und wartet eine Ewigkeit und füllt Papierkram aus: Die gute, alte Postbürokratie. Das Paket war ganz schön schwer und die Straßen rutschig. Es war eine Erleichterung, endlich zu Hause zu sein.

Im tatarischen Narnia (18.12.2010)

Teppich ausklopfen im Schnee - hier sind wir noch in der Zivilisation
Das ist Farins Haus im tatarischen Viertel. Die Holzschnitzereien sollen Geister draußen halten.

Die meisten Häuser haben keine Toilette im Haus, bestenfalls gibt es eine "Latrine" (Holzhütte mit Loch im Boden) hinterm Haus. Hier habe ich einen sehr wichtigen Satz gelernt: "15 градусов - срать на улице можно" (Bei minus 15 Grad kann man natürlich draußen schei...)

Der Schwibbbogen ist schon ziemlich gut herausgekommen.

Zu viel gearbeitet... nehme ich an ;) Bin in der Werkstatt eingeschlafen.

Bei Farins Nachbarn - es gab frische Pizza...

...mit Mayo? Gibt es etwas, was Russen nicht in Mayo ertränken?

Farins bester Freund und Nachbar. Wir tranken Tee und wechselten uns ab, bei ihnen ins Banya zu gehen, weil Farins Sauna noch nicht fertig geworden ist bevor der Winter kam.

Dampfbad ;) Die russische Sauna ist typischerweise eine frei stehende Holzhütte mit Bretterboden, die aus zwei Zimmern besteht: einen Korridor zum Umziehen und Kleidung hängen, und der Hauptraum mit dem großen Ofen, der auch Wasser aufheizt. Man nimmt kaltes Wasser in einer großen Schüssel mit hinein und mischt es sich auf eine angenehme Temperatur zusammen. Oft ist diese Sauna der einzige Ort, an dem man sich waschen kann. Duschen funktioniert, indem man sich die wassergefüllte Schüssel über dem Kopf auskippt. Es gibt auch Waschlappen und Bürsten, die alle zu benutzen scheinen.

Klimper-klimper :-)

Das Rätsel der Pyramide gelöst (17.12.2010)

Pascha hatte eine Schnee-Rutsche für die Kinder aus dem Block gebaut; durch das Wasser wurde die Bahn erst richtig rutschig und fest.

Und Kinder nutzen die Rutsche tatsächlich :)

Schneeskulpturen (13.12.2010)

Faszinierend, wie filigran diese Schneefiguren gestaltet wurden.

Väterchen Frost? Nur die gelbe Farbe sieht etwas verdächtig aus ;)

Schneeflöcken?

Die Pyradmide da hinten ist bestimmt ein Ufo-Landeplatz; Herr von Däniken ;)

Eisfischer (11.12.2010)

Am Stausee war das Eis mittlerweile dick genug um Löcher hineinzuschlagen und angeln zu gehen... ich beschloss, keinen Fisch mehr zu essen, solange ich in Izhvesk war. In diesen Stausee flossen die Abwässer von mindestens vier Fabriken, und ich hatte vom Baden Ausschlag bekommen...


The Day After The Day After (07.12.2010)

...die Trolleybusse stehen immer noch da ;)

The Day After (06.12.2010)

Und plötzlich fiel ein halber Meter Schnee am Stück

Wer nicht durch den Schnee stapfen wollte, rief ein Taxi... doch der Plan hat einen Haken.

Die öffentlichen Verkehrsmittel kommen auch nicht weiter. Hier stauen sich Trolleybusse, und plötzlich wird klar, was der Nachteil davon ist, Busse über eine Oberleitung anzutreiben.

Was macht man also? Man wartet auf Frühling, zwangsweise.

Egal wie spät es ist, man trifft sich zum Spazieren im ersten richten Schnee des Jahres. Hier mit Dima und Nastya.

Schneeengel mit Nastya. Dima verlohr seinen Ehering im Schnee und fand ihn nie wieder. Sie hatten erst im Sommer geheiratet. Nastya blieb cool - kein Wortspiel.

Hatte unser Ewiger Student schon immer eine Mütze?

Wie malerisch und friedlich so eine Flugabwehrkanone im Schnee ist...

Entweder ist der Hase ein Weihnachtssymbol, oder der Supermarkt hat alles aus dem Lager geräumt, was aus Schokolade besteht.

Matschapokalypse (05.12.2010)

Ein schöner, vermatschter Dezembertag, perfekt zum Einkaufen. Meine Jacke hatte der russischen Kälte nichts entgegen zu setzen, deshalb bat ich Farin, mir einen Ort zu empfehlen, an dem ich eine dickere Jacke kaufen konnte. Er fuhr mich zu einem Basar in einem tatarischen Viertel, wo ich sofort fand, was ich suchte. Kleidung ist in Russland genauso teuer wie in Deutschland.





Anzug von der Stange

Hier waren wir im großen Einkaufszentrum in der Stadtmitte, wo wir zufällig Zina und Andrey trafen, die ein Schlagzeugset für Zina kauften.


Farin war so nett, sie und ihre Einkäufe nach Hause zu fahren. Er war der einzige meiner Freunde, der ein Auto besaß.

Abendessen in einer öffentlichen Kantine (столовая - stalowaja) im oberen Stockwerk des Einkaufzentrums. Das Getränk nennt sich компот (Kompott), es besteht hauptsächlich aus dem Saft, den man in Kompott hat, und ein paar Früchten am Boden. Dazu gibt es Suppe, ich denke, ist уха (Ucha), eine Kartoffel-Fisch-Suppe, und im Hintergrund sind Картошка по-французски (Französische Kartoffeln, das sind Bratkartoffeln, die in Mayo gebacken werden, dazu gibt es ein Stuck Steak). Links ist wahrscheinlich noch eine Art Pizza-Gebäck (Pizza ist sehr beliebt in Russland).

Schlittschuhfahren scheint nicht so beliebt wie in Deutschland zu sein, sonst wären wir nicht so gut wie allein in der Halle gewesen. Die Schlittschuhe konnte man ausleihen.

Ich mit neuer Jacke und passender Mütze.

Farins Art Tee zu tinken: aus einer Untertasse um ihn schneller kalt zu bekommen.

Samstag, 16. Januar 2016

Album Release Party (04.12.2010)

Das erste Album von Electric Snow ist endlich fertig geworden...

...mit persönlicher Widmung für mich :-)


Die Release-Party fand bei Zina zu Hause statt.

Im Hintergrund ist der Adventskalender, den ich gebastelt habe: In jedem der der bunten Bonbons ist eine Süßigkeit eingepackt. Jedes Bonbon hat seine Nummer, und sie sind so angebracht, dass man jeweils von unten abschneiden kann.

Vanya, Star des Abends ;) Stasya saß daneben und sang, obwohl sie gar nicht zur Band gehörte. Also zumindest nicht zu dieser. Jeder auf dieser Party hatte mindestens eine Band, manchmal mehrere, mit überschneidender Besetzung. Ich habe irgendwann nicht mehr mitgezählt.

Mischa und ... der Bärtige. Alle haben ihn so genannt, ich habe keine Ahnung, wie sein Name wirklich war. Wahrscheinlich Mischa, denn sie haben sich immer dann Spitznamen gegeben, wenn zwei den gleichen Namen hatten. Deswegen hatten wir Anastasia-Nastya und Anastasia-Stasya.

Selbstgemachtes (vegetarisches) Sushi

"Wer bin ich?", hat nicht mal die Leute überzeugt, die das Spiel spielten.