Dienstag, 16. Februar 2010

Die Reise geht weiter - Ruby allein in Russland

17.2.
Beim Packen fängt das Problem schon an: Was brauche ich denn im nächsten halben Jahr? Was werde ich im Wohnheim vorfinden, und was muss ich mitbringen?
Von den Austauschstudenten, die nach Zwickau kamen, wusste ich, dass sie nicht einmal Geschirr im Wohnheim vorfanden und es sich von ihren Nachbarn für das Semester ausleihen mussten. Aber zu viel Schweres sollte ich auch nicht mitnehmen. Die Lösung: Geschirr aus Hartplastik. Ich werde dort sicher deutsches Essen vermissen, so wie es mir jedes Mal geht, wenn ich länger im Ausland bin. Erfahrungsgemäß vermisse ich am meisten Buchstabennudelsuppe, Grillhähnchen und Brot.
Brauche ich wirklich einen Kochtopf? In meiner düsteren Vision des Wohnheims gibt es dort eh nur eine Gemeinschaftsküche mit einem uralten Gasherd, von dem man beim Anzünden Feuer fängt. OK, dann muss wohl mein Wasserkocher mit. Was noch? Infomaterial über Zwickau für die nächsten Austauschstudenten. Dazu noch Räucherkerzchen vom Weihnachtsmarkt und erzgebirgische Schnitzereien, die hoffentlich bis Izhevsk durchhalten. Postkarten für meine Zimmerwand. Klamotten. Jede Menge Klamotten. Oh Gott, ich muss lernen zu waschen. Erstaunlich, wie ich bisher gut 5 Jahre ums Kleidung-Selber-Waschen herum gekommen bin, und das trotz Auslandssemester in Holland und zweimonatigen Reisen, und in Usbekistan hatten wir zum Beispiel nicht mal eine Waschmaschine - da hat Matthias unsere Kleidung per Hand gewaschen. Doch diesmal sollte ich ganz auf mich allein gestellt sein. Das konnte ja heiter werden.

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