Mittwoch, 9. Juni 2010

Ich lebe noch! Teil 5. (02. Mai bis 08. Mai)

Von ruhigeren Tagen

2. Mai
Russland hat mich gelehrt, gelassener zu sein und nicht mehr alles so genau zu nehmen und verbissen zu sehen, wie ich es vielleicht vor drei Monaten getan hätte. Es wunderte mich, dass meine Arbeit unter dieser neuen Einstellung nicht sonderlich litt. Ich hatte zwar keine Vorlesungen und keinen rechten Termindruck, aber Cisco wollte trotzdem gemacht werden, und so verbrachte ich den halben Tag damit, im neuen Modul zu lesen; dann legte ich die Arbeit hin um an meinem Blog zu schreiben, und als Gergö in der Tür stand und fragte, ob ich Lust auf einen Spaziergang hatte, sagte ich gern zu, denn man konnte nicht mit gutem Gewissen bei diesem Wetter den ganzen Tag drin vor dem Computer hocken.
Wir gingen hinunter in den Kirov-Park, der auch nicht so wirklich ein Park war, sondern ein kleiner asphaltierter Jahrmarkt ohne Reitgeschäfte. Es wirkte ziemlich sowjetisch. Gergö sprach begeistert davon, wie letztes Jahr in diesem Park eine Go-Kart-Bahn aufgebaut gewesen war, die aus so halsbrecherischen Kurven bestand, dass er nur betrunken hatte fahren können. Ich sah ihn skeptisch an. Es lagen einige zerfahren Reifen aufgestapelt am Rand des breiten Wegs. Das einzige, was Gergö noch mehr begeistern konnte, war der Gedanke an ein kühles Bier im Biergarten, oder zumindest auf der Veranda einer Kneipe. Wir drehten eine Runde und ließen uns in dem Café mit dem großen Colt als Markenzeichen nieder. Es wurde schon kühl, wie immer, wenn es auf den Abend zuging, aber trotzdem bestellte ich mir ein Eis. Man isst in Russland schließlich sogar und vielleicht am liebsten Eis, wenn es kalt ist. Ich fröstelte, löffelte aber tapfer mein Vanille-Eis mit Sirup. Man kennt hier nicht so viele Varianten von Eiscreme wie es in deutschen Restaurants üblich ist, dafür kann man aus einer ganzen Liste von Garnierungen auswählen, zum Beispiel verschiedene Liköre oder diese dicke, süße russische Kondensmilch.
Gergö wäre gern noch eine Weile sitzen geblieben, aber ich wollte heute noch eine kleine Cisco-Zwischenprüfung ablegen und dafür noch das Kapitel zu Ende lesen. Gesagt, getan, ich bekam es genau bis Mitternacht hin und ging dann, wie ich es mir zur Gewohnheit gemacht hatte, ins Internet um mit meinen neuen Bekannten aus Russland, und alten Bekannten aus Deutschland zu chatten. Heute schrieben mich unerwartet viele Studenten an und fragten, was mit Albert sei, ob ich schon irgendetwas von ihm gehört hatte, denn er war mittlerweile schon eine Woche krank, und seit zwei Wochen hatte es keine regulären Vorlesungen mehr gegeben, aber die Prüfungszeit rückte näher und die Studenten mussten ihre Prüfungsvorleistungen abgeben, um zur Prüfung zugelassen zu werden, dafür mussten die Studenten Unterschriften in ihrem Studienbuch sammeln. Offiziell mussten die Prüfungsvorleistungen und Testate diese Woche abgeleistet werden.
Die Studenten waren nun alle sehr besorgt - weniger um Albert, sondern eher um ihr Studium, denn die Bürokratie in Russland konnte ihnen wohl schnell die Suppe versalzen. Ich machte mir hingegen langsam Sorgen um Albert, da er nicht einmal mehr E-Mails schrieb. Ich wusste, dass er nicht ohne E-Mails leben konnte, selbst im Zug nach Sankt Petersburg hat er immer wieder versucht, sein E-Mail-Postfach per Handy aufzurufen. Ich hatte ihm eine "Gute Besserung"-Grußkarte gezeichnet und per Mail geschickt, aber nichts darauf gehört, weshalb ich mich gestern per SMS nach seinem Befinden erkundigt hatte. Was ich hörte, klang nicht gut, er hatte seit Tagen hohes Fieber, schrieb er, und sein Englisch klang wie im Fieberwahn.

3. Mai
Ich war mit Olga zum Mittagessen verabredet und warte auf sie vor unserer Universität zu Füßen des Denkmals des Ewigen Studenten. Die Sonne schien warm auf mich hinab, das Thermometer zeigte 21 Grad und alles war wieder grün geworden, als hätte es den Wintereinbruch letzte Woche nie gegeben. "Ich versteh dich Kumpel", sagte ich zu ihm und berührte das steinerne Podest. "Ich will hier auch nicht mehr weg."
So saß ich da und beobachtete die Welt an mir vorbeiziehen, als wäre ich selbst eine ewige Statue. Nur Olga riss mich aus meinen Gedanken, als sie einige Minuten später angehastet kam. Sie konnte erstaunlich gut in Stöckelschuhen und knappem Rock rennen - wie es eben nur eine echte Russin konnte. Sie musste im Moment wie eine Dauerläuferin rennen um alle Prüfungsvorleistungen zu sammeln; jeden Tag Testate und Unterschriften, und so freute ich mich umso mehr, dass sie etwas Zeit für mich fand. Sie hatte vorgeschlagen, Bliny essen zu gehen; ich vermutete schon, dass wir in das Restaurant gehen würden, das mir schon Marina vor einigen Wochen gezeigt hatte, aber wir nahmen einen so verschlungenen Pfad dorthin, dass es eine völlige Überraschung war, dort anzukommen. Wir nahmen einen Weg durchs Grüne hinter den Wohnheimen entlang, an kaputten Zäunen vorbei und stiegen nur knapp über eine Ameisenstraße. Die Tierchen waren erstaunlich groß. Plötzlich stoppte Olga und deutete auf einen Baum: "Listwenitsa!" Sie hatte es sich zur persönlichen Aufgabe gemacht, mir russisch beizubringen und begann mit Dingen, die ich noch nicht mal auf Deutsch benennen konnte. Sie erzählte, dass sie als Kind die jungen Zweige dieses Baums gegessen hatte. Noch viele weitere dieser Bäume begegneten uns auf dem Weg, und von einem hingen die Zweige gerade niedrig genug hinunter, dass man sie mit etwas Geschick erreichen konnte. Olga sprang also - in ihren Stöckelschuhen - und erwischte einige Nadeln und teilte sie schwesterlich zwischen uns auf. Es schmeckte... harzig, zitronig, aber im Ganzen sehr aromatisch und lecker. Ich sprang ebenfalls den Baum an, erwischte den Zweig aber nur mit den Fingerspitzen. Ich schlug eine Räuberleiter vor, aber dann begann die schier endlose Diskussion, wer hochklettern und wer die Leiter sein sollte; schließlich hob sie mich kurzerhand an und drückte mich den Baum hoch. Ich schnappte den Ast - "got it!", rief ich und ließ mich hinunter gleiten, und dann fielen wir uns lachend in die Arme. Es war ein Spaß! Passanten schauen uns irritiert an und Olga meinte: "Die denken sicher wir sind verrückt." Nun, für mich war das normal, aber Olga war eine zurückhaltende Person, die nie etwas Unüberlegtes oder gar Verrücktes tat. Durch mich sah sie sich jedoch an ihre Kindheit zurückversetzt und war eher bereit, Dummheiten anzustellen. Ich habe diesen Effekt auf Menschen, die zu viel Zeit mit mir verbringen.
So standen wir also, die frischen grünen Triebe von den Zweigen knabbernd, am Wegesrand und lachten über uns selbst.
Schließlich kehrten wir in das Bliny-Restaurant ein. Olga bestand darauf zu bezahlen und sah mich ganz böse an, als ich meine Geldbörse hervorholte. Außerdem bestand sie darauf, mir gleich zwei Portionen zu kaufen und meinte, von einer würde ich doch nicht statt werden. Es war absolut sinnlos, ihr zu widersprechen, und am Ende teilten wir uns den dritten Eierkuchen, da ich bereits platzte.

Ich hatte Olga meine neuste Origami-Entdeckung aus dem Internet nachgebastelt, eine sternförmige Schachtel, die ich aus unterschiedlichen Papiergrößen zusammengefaltet hatte, sodass es eine Matroschka-Schachtel aus mehren kleineren Schachteln geworden war. Olga liebte mein Origami und wollte immer genau wissen, wie man diese oder jene Figur bastelte, so bestanden unsere Treffen zum großen Teil aus Papierfalten. Aber auch Olga hatte mir erwartungsgemäß etwas mitgebracht - sie hatte immer irgendetwas für mich dabei, meistens etwas Essbares, und die Überraschung lag darin, was es diesmal war. Nun, diesmal war es ein großes Glas selbsteingelegter Gewürzgurken. Sie hatte schon seit einer Weile davon gesprochen, mir echte russische Gurken zu bringen, sodass ich das Land auch kulinarisch kennenlernten konnte. Ich brachte es nicht übers Herz, ihr zu sagen, dass eingelegte Gurken für mich ein Graus waren.

Auf Heimweg fühlte ich mich plötzlich seltsam, der Boden schwankte ein wenig, meine Wangen glühten - war der Baum am Ende giftig gewesen? Was hatte ich da überhaupt gegessen? Ich fühlte mich so seltsam, dass ich nicht einmal zu Fuß die acht Etagen hinauf stieg, sondern den Fahrstuhl des Grauens nahm. Ich sagte zum ihm: "Ich weiß, du magst mich nicht, und ich mag dich nicht, aber können wir für heute unsere Differenzen beiseite legen?" Er quietschte zustimmend und trug mich nach oben, wo mit einem Krachen die Türen aufsprangen. Ich ging direkt in den Computerraum und fragte die Jungs, ob sie schon mal etwas von "Listwenitsa" gehört hatten, und ob das Zeug giftig war. Wie echte Computerverrückte schlugen sie es in Wikipedia nach. "Nein", meinte Murik schließlich, "ist nichts erwähnt." Ich bedankte mich, ging in mein Zimmer, ließ mich aufs Bett gleiten, das lustig hüpfte und schlief sofort ein.
Erst gegen 10 Uhr abends kam ich wieder zu mir und besah meine Finger, die leicht zitterten. Das Sprichwort stimmte durchaus - was für den Russen gut war, war für den Deutschen der Tod.

4. Mai
Viel zu früh am Morgen wurde ich von einem Klopfen geweckt. In meinem Nachthemd tapste ich zur Tür. Eine mir unbekannte Frau stand im Türrahmen und fragte mich wörtlich, ob sie an die Wand malen dürfte. Ich zweifelte schon an meinen Russischkenntnissen, aber dann wurde mir klar, was sie meinte: Sie hatte eine Schablone dabei und ging zu den Steckdosen, als ich nickte, um über selbigen mit ihrer Schablone "220V" zu schreiben. Aha. Welchen Sinn das machen sollte, die im ganzen Land gleiche Spannung über jede einzelne Steckdose in großen Buchstaben an die Wand zu schreiben, diese Frage stellte ich mir zwar schon, aber es war eindeutig zu früh am Morgen um ernsthaft darüber nachzudenken. Ich warf mich zurück ins Bett um noch eine Runde zu schlafen.
Heute hatte ich wieder nicht sehr viel vor, ein bisschen Selbststudium, Mittagessen mit Olga und am Abend ein Cisco-Praktikum. So ließ es sich schon leben...

Olga hatte sich für dieses Mittagessen etwas Besonderes ausgedacht - weil ich gestern schon so begeistert von diesen Zweigen gewesen bin, die übrigens von einer Lärche gestammt hatten, wollte sie heute einen Salat aus Löwenzahn und Gurken machen. Doch nicht nur das; sie hatte Krabben-Sticks gekauft, diese seltsamen, gepressten fischartige roten Rollen, die sie nun in den Topf bröckelte, den ich mitgebracht hatte. Wir saßen im Grünen hinter meinem Wohnheim, auf einer Bank gegenüber einem Spielplatz. Die Sonne schien herrlich, und der Baum über uns warf einen angenehmen Schatten. Wer hätte gedacht, dass Russland so schön sein konnte?
Während Olga also den Salat mit den echten Zutaten zubereitete, ging ich jungen Löwenzahn pflücken - der auf Russisch übrigens Oduwantschik hieß, wie mir Olga einbläute - und nahm auch etwas Schafgarbe dazu, wusch es mit Wasser rein und zerpflückte es in kleine Stückchen, die ich mit in den Salat warf. Daraus nahm Olga nun Portionen und wickelte sie in Lawasch ein, einer Art sehr dünnem Fladenbrot. Das war wohl das seltsamste Mittagessen, das ich je hatte, aber es schmeckte so gut, dass wir überlegten, einen Verkaufsstand aufzubauen und diese Kreation auf der Straße zu verkaufen.






Anschließend setzten wir eine weitere verrückte Idee in die Tat um: Wir wollten eine scheinbar wissenschaftliche Arbeit für Albert anfertigen, zum Thema "Studienkulturen" oder so etwas in der Art, die jedoch hauptsächlich scherzhaft seinem Ego schmeicheln sollte.
Olga war die Klassenstreberin unsere Gruppe und Albert ihr Lieblingsprofessor, und so drehten sich viele unserer Gespräche um ihn. Manchmal hatte ich das Gefühl, es war das einzige, worüber sie sich mit mir unterhalten wollte. Ich war mir relativ sicher, dass sie in ihn verknallt war, aber sie war zu schüchtern oder bescheiden um mit ihm über etwas anderes als das Studium zu sprechen, und so war sie sehr froh darüber, dass sie Informationen über ihn von mir erhalten konnte. Sie meinte, dass sie immer beeindruckter von ihm war, je mehr sie über ihn hörte. Ich lachte dann immer und sagte, sie solle einfach mal versuchen, mit ihm zu plaudern, statt immer nur so ernsthaft zu sein. Dieses Projekt sollte der erste Schritt dahin sein. Olga hatte drei Seiten vorgesehen: Das bekannte Bild nach Darwin, das die menschliche Evolution zeigte, mit Albert am Ende der Evolution - das sollte ich mit Photoshop machen. Dann ein weiteres Bild, das ihn mit Albert Einstein vergleichen sollte, und als drittes Bild ein Foto von uns beiden, die mit erstauntem und interessiertem Gesichtsausdruck nach oben schauten - Bildunterschrift: "Studenten aus allen Ländern hören ihm mit Erstaunen und Interesse zu."
Das Foto-Shooting stellte sich jedoch als schwierig heraus, und am Ende hatten wir um die 20 Fotos von uns; auf der Hälfte sahen wir aus, als hätten wir Blähungen, auf der anderen Hälfte konnten wir uns das Lachen nicht so recht verkneifen. So kam das dabei heraus:


Dann wurde es schon wieder Zeit für Olga heimzugehen; sie redete davon, einen Joghurt zu kaufen, der über dem Verfallsdatum war, für ein Testat am nächsten Tag für einen ungeliebten Professor. So recht verstand ich sie nicht, aber wir hatten oft nicht die Zeit, uns alles bis ins letzte Detail verständlich zu machen, denn ihr Englisch war eher bescheiden, und mein Russisch... ach, sprechen wir nicht davon...

Gegen 18 Uhr begann ich auch wieder mit dem Studieren, denn ich hatte ein Cisco-Praktikum. Ich hatte ja schon einige Male Bilder von unseren Vorlesungen und Praktika geschossen, die das Chaos ansatzweise darstellten, mit dem ich in Russland konfrontiert war, aber heute gelang es mir, ein sehr schönes Foto zu schießen, das eine typische Erklärung einer Aufgabenstellung zeigt:

Der Praktikumsbetreuer, Emilyanov, war mir nie besonders sympathisch gewesen, aber wenn er auf Russisch erklärt und solche Skizzen macht, und sich danach an seinen Computer setzt um im Internet zu surfen statt zu mir zu kommen und zu schauen, ob ich es auch verstanden habe - dann wird er mir regelrecht unsympathisch. Farin, der Praktikumsbetreuer der anderen Gruppe, war mir wesentlich sympathischer. Er sprach zwar kaum Englisch, aber er bemühte sich, den Stoff so rüberzubringen, dass es auch der letzte verstand, und knobelte schon mal zusammen mit den Studenten, wenn die Technik ein unerwartetes Verhalten zeigte.
Dennoch verließ ich die Praktika immer mit dem guten Gefühl, etwas erreicht und gelernt zu haben, denn am Ende funktionierten meine Konfigurationen - mit oder ohne Hilfe.

5. Mai
Und schon wieder wurde ich zu viel zu früher Stunde geweckt. Diesmal war es eine Putzfrau, die meinte, unbedingt mal bei uns staubsaugen zu müssen. Sie fragte mich, wo eine Steckdose war und ich deutete müde auf den Kühlschrank. Sie marschierte darauf zu und zog den Stecker mit Schwung aus der Wand, wodurch erwartungsgemäß die Steckdose hinterher geflogen kam. Ich konnte direkt sehen, wie auf ihrer Stirn das Wort "Error" erschien. Sie schaute mich hilflos an und marschierte dann raus um mit Verstärkung zurück zu kommen. Derweil hatte ich die Steckdose wieder in die Wand gesteckt und ein paar verstreute Kleidungsstücke vom Boden geräumt. Das brachte sie wahrscheinlich ganz aus dem Konzept, denn staubgesaugt hat sie bei uns nicht mehr.

Zum Mittag traf ich mich wieder mit Olga. Sie schien immer Angst zu haben, mich zu langweilen und machte sich viele Gedanken darüber, welches interessantes Ding sie mir bei jedem Treffen zeigen konnte. Heute brachte sie ein Gummiband mit, das sie zwischen sich und einem Baumstumpf spannte. Sie forderte mich auf, darüber zu springen. Ich sah sie skeptisch an, tat es aber. Sie spannte es höher. Es sei ein Spiel mit verschiedenen Sprungtechniken. Ich sah sie noch skeptischer an: "Wirklich? Bei diesem Wetter? In meinem Alter?", tat aber wie mir gesagt wurde. Ab der vierten Stufe war es nicht mehr möglich, darüber zu springen und ich forderte Olga auf, es selbst zu versuchen. Auch sie scheiterte an dieser Stufe und ich beschloss, dass wir genug Spaß aus diesem Gummiseil geholt hatten.
Sie zeigte mir den abgelaufenen Joghurt und sagte, dass sie am liebsten gewollte hatte, dass ihr gemeiner Professor diesen Joghurt aß. Ich schlug ihr vor, stattdessen sein Haus mit Toilettenpapier einzuwickeln, aber sie ging nicht darauf ein.

Wir gingen schließlich Pizza essen, und wieder waren saure Gurken darauf. Manchmal verstand ich die Russen einfach nicht - es grenzt doch an Vergewaltigung einer Pizza, saure Gurken darauf zu legen.
Olga hatte mich gestern gebeten, ihr eine bestimmte Origami-Blumenart vorzubasteln, aber ich konnte mich beim besten Willen nicht mehr an alle Faltmuster erinnern und hätte mich diesmal vor unserem Treffen darauf vorbereitet und ihr gleich zwei Exemplare mitgebracht. Sie war so dankbar, als hätte ich ihr einen Herzenswunsch erfüllt. Das ist auch typisch russisch: Unter Freunden ist man überschwänglicher und emotionaler als beispielsweise in Deutschland. Ich passte mich immer besser an das russische Verhalten an, und so gelang es mir heute, für unser Mittagessen zu bezahlen, indem ich Olga imitierte und streng "nein" sagte, und ihre Hand mit der Geldbörse wieder in die Tasche schob, und auf ihre Proteste hin noch einige weitere Male "nein" sagte.
Bald würde ich völlig in der russischen Kultur aufgegangen sein. Ich habe auch schon lange nicht mehr das Bedürfnis, Nachbarn zu grüßen oder im Supermarkt "Guten Tag" oder "danke" zu sagen, denn das tut man in Russland einfach nicht, denn auch keine Verkäuferin würde je das Wort "bitte" in den Mund nehmen.


Heute rief mich Gergö an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mitzukommen, wenn er bei einer Bekannten von ihm Langos zubereitete - da ich das letzte Mal während der Konferenzzeit nichts davon abbekommen habe, weil mich vorher der Wodka ausgeknockt hatte. Gern sagte ich zu und freute mich schon, dass ich mit so vielen guten Malzeilen bald wieder zunehmen würde und mir doch keinen Gürtel kaufen musste.
Zur Udmurtischen Universität sollte ich kommen. Ich war zwar schon dort gewesen, aber wie ich dort hinkam, war mir entfallen. Gergö meinte, ich sollte die Straßenbahn ins Zentrum nehmen, ein Stop nach der Stelle, an der die meisten Straßenbahnen nach rechts abbogen - und dann immer gerade aus gehen. Seltsamerweise wusste ich genau, welche Stelle er meinte. Allerdings zweifelte ich etwas an mir, als ich plötzlich vor dem Präsidentenpalast stand. Ich rief ihn an und er meinte, ja, das sei schon richtig, ich solle weiter die Straße hinunter gehen. Und tatsächlich sah ich kurz darauf die grünen Gebäude der UdGU.
Es folgte die nächste Überraschung, als ich Gergö dort traf: Er brachte mich zum Wohnheim der Universität, in das wir einfach hineingehen konnten, wir mussten nur unsere Pässe bei Frau "Wachtjor" abgeben. Jeder Bewohner des Wohnheims durfte zwei Besucher auf diese Weise auf seinen Namen registrieren. Wenn jemand eine Party veranstalten wollte, musste er oder sie nicht besonders kreativ im Hineinschmuggeln der Leute werden, sondern bat einfach Mitbewohner, Gäste auf ihren Namen registrieren zu dürfen.
Die eigentliche Überraschung des Tages war jedoch, dass Susan - die uns eingeladen hatte - eine Deutsche war. Ich hatte zwar gewusst, dass sie am Deutschclub an der UdGU beteiligt war, aber Gergö hatte nie erwähnt, dass sie eine Landsfrau war.
In der Küche versammelten sich in der nächsten halben Stunde weitere Gäste, die in den Genuss von Gergös Langos kommen wollten, und sie alle sprachen deutsch. Selbst die Studenten, die nicht die deutsche Sprache studierten, versuchten sich mit uns auf Deutsch zu unterhalten... es war eine völlig andere Atmosphäre als in unserem Wohnheim: Die Studenten schienen alle miteinander befreundet zu sein, scherzten miteinander, die ganze Atmosphäre war offener und der Raum wirkte größer und heller - und vor allem gab es alle möglichen Kochutensilien, von einfachen Töpfen über Tassen und Tellern bis hin zu einem asiatischen Reiskochtopf. Bei wird alles sofort aus der Küche geklaut, und auf meine Anmerkung diesbezüglich begann eine lebhafte Diskussion, warum das wohl so sei. Man merkte, dass man es hier mit Geisteswissenschaftlern zu tun hatte.
Es heißt ja auch, dass man einem Studenten sein Studienfach ansieht und dass bestimmte Studienfächer eben Leute eines bestimmten Menschenschlags anzogen. Ich kam mir irgendwie deplatziert vor zwischen diesen Öko-Frauen, die sich weder die Achseln rasierten noch einen BH trugen und mit ihren stylischen, schwarz geränderten Brillen wie eine Mischung aus Domina und Oberlehrerin aussahen. Mit denen verbrachte Gergö also seine Freizeit. Ich hingegen spürte eher Kopfschmerzen kommen, je länger ich ihnen zuhörte und wusste nach diesem Abend, dass ich wohl nicht in dieser Clique enden würde.
Dennoch war der Abend nicht schlecht; ich beobachtete Gergö beim Zubereiten des Langos - diesmal sah ich die Fortsetzung, denn die ersten Schritte hatte er schon vor meiner Ankunft gemacht. Er füllte eine große Pfanne bis zur Hälfte mit Öl und warte, dass es anfing zu kochen. Dann nahm er etwas Teig in die Hand und knetete es zu einem Fladen, den er in das Öl legte. Als der Fladen durchgebraten war, nahm Gergö ihn heraus und ließ ihn abtropfen, sodass es gar nicht so fettig war wie erwartet. Oben drauf kam geriebener Käse und optional Knoblauchsalz.

Wir verbrachten ein paar Stunden über dies und das zu plaudern, aber diese Mädels konnten vor allem eine Menge reden ohne etwas zu sagen, und so war ich recht froh, als es Zeit zum Aufbruch war um noch rechtzeitig zurück in unser Wohnheim zu kommen. Auf dem Weg kaufte sich Gergö noch ein Bier aus einem Kiosk, der die ganze Nacht geöffnet hatte. Mittlerweile hatte ich den Eindruck, dass er schon vor dem Langos-Abend in die Flasche geschaut hatte. An diesem Abend hatte er natürlich auch stilecht mit Susan eine 2-Liter-Flasche Bier geleert - und das war nur die Menge Alkohol, von der ich wusste. Ich glaube, ich hatte ihn nie zuvor so dicht gesehen. Doch ich erfuhr Erstaunliches von ihm, das ich an dieser Stelle wirklich nicht niederschreiben kann...

Apropos saufen; in Russland gibt es für eine Berufsgruppe einen Ehrentag im Jahr; vor einer Woche war der Tag der Programmierer gewesen, und diesen Freitag würde der Tag der Telekommunikationsingenieure sein. Standesgemäß wird dies von ebenjenen Berufsgruppen begossen, obwohl niemand an diesem Tag oder dem darauffolgenden Tag frei bekommt.

Auf dem Weg nach Hause kamen wir an einer Tankstelle vorbei und wurden Zeugen, wie zwei Leute auf einen Tank-Laster kletterten um sich Benzin abzupumpen. Oder was soll das sonst gewesen sein?

6. Mai
Heute hatte Olga nur Zeit für einen Tee; wir trafen uns an Gebäude 1 und gingen in die Cafeteria im Untergeschoss, die man nur durch diesen gruseligen Gang erreichen konnte, in dem man mit Sicherheit eine gelungene Fortsetzung von "Blair Witch Project" drehen konnte.
Der Tee in unseren Cafeterien ist ebenfalls erwähnenswert: Erstens ist er wirklich spottbillig, und zweitens besteht er zur Hälfte nur aus Zucker. Ich übertreibe nicht, man kann wirklich seinen Löffel in den Tee hineinstellen. Deswegen ist es unmöglich, den Tee ganz auszutrinken, man muss immer das letzte Viertel im Glas lassen um keinen Zuckerschock zu bekommen.

Ich begleitete Olga danach noch zum Bus, denn sie wollte nun zu einer Prüfungskonsultation gehen. Auf dem kurzen Weg von vielleicht 500 Metern wurde sie ununterbrochen von Studenten angesprochen - sie alle erhofften sich eine letzte Hilfe vor der Prüfung, denn wie gesagt, sie war die Klassenstreberin.
Eine Studentin packte ihren Hefter aus und Olga erklärte ihr den Stoff geduldig, obwohl sie schon längst bei der Konsultation sein sollte. Die Uhrzeit an der Außenseite von Gebäude 1 zeigte an, dass sie noch Zeit hatte, aber natürlich ging die Uhr falsch. Wenn man genau hinsah, konnte man die richtige Uhrzeit auf der Uhr in dem Gebäude durch die Glastüren erkennen.
Währenddessen tuschelten die beiden anderen Studenten und lachten. Schließlich traute sich der Junge zu fragen: "War dein Großvater in der SS?" Ich lachte und sagte, der eine war zu jung, der andere fuhr Lastwagen in Afrika. Mädchen zischte: hab ich dir doch gesagt. Aber so fing es an, man merkte, dass der Tag des Sieges über Deutschland und den Faschismus näherrückte; am Integral-Gebäude hing ein Banner, auf dem "c dnjom pobedy" - "zum Tag des Sieges" stand und ein Feuerwerk abgebildet war. Er würde am 9. Mai stattfinden - ein Sonntag, weshalb auch Montag ein Feiertag werden würde.

7. Mai
Diesem Freitag merkte man an, dass ein langes Wochenende folgen würde; das Universitätsgelände war sichtbar weniger belebt als sonst, dafür stand ein großer Reisebus vor der Zufahrt und Studenten unter anderem in Paschas grüner Musikeruniform standen mit Gitarren, Koffern und Rucksäcken im Halbkreis unter den nun schon grünen Birken. Vom "Integral" kam Musik; dort war tatsächlich eine kleine Bühne aufgebaut und Studenten spielten Musik von Rock bis Hip Hop. Ich ließ mich ins Gras fallen; meine Schuhe hatte ich nur in der Hand getragen, weil es heiße 26 Grad waren und das eben zum Barfußlaufen einlud. Meine Laune war so hervorragend, dass ich mir eine Papierlilie ins Haar gesteckt hatte und wahrscheinlich sah ich wie ein Hippie aus, wie ich so im Gras lungerte. Einige Studenten warfen mit im Vorrübergehen kurze, verwunderte Blicke zu. Andere Studenten stellten sich im Halbkreis um die Bühne auf, ab und zu kam verhaltener Beifall. Ich lehnte mich zurück und genoss die Sonne, dann wurde es Zeit weiterzuziehen, denn heute war Albert wieder zurück in der Uni - noch nicht ganz gesund, hatte er mir gestern per SMS geschrieben, aber er musste die Prüfungsvorleistungen diese Woche noch abnehmen und bat mich, ebenfalls zu kommen, obwohl ich diese Prüfung nicht ablegen würde, da sie nur auf Russisch stattfand, und er insgesamt nur eine einzige Vorlesung in diesem Fach gehalten hatte, seit ich in Izhevsk angekommen war - jedes Mal hatte es einen anderen Grund gegeben, die Vorlesung ausfallen zu lassen.
Die anderen Studenten hatten zur Prüfungsvorbereitung einige Kapitel dem Buch gelesen, das er zu diesem Thema geschrieben hatte, aber ich besaß weder dieses Buch, noch hatte ich Lust es zu versuchen auf Russisch zu lesen. Dennoch hatte ich meine angefangen Praktika in diesem Fach an diesem Morgen noch schnell beendet, in eine schöne Form gebracht und ausgedruckt, weil Albert mich eben darum gebeten hatte.
Und so war es nun Zeit, mich auf den Weg zu machen. Ich wollte diesmal zu Fuß - natürlich barfuß - zu Gebäude 5 gehen, denn die Fußwege waren so herrlich voller feinem Sand, dass es sich anfühlte, als würde ich am Strand spazieren gehen. Im Winter war es der Dreck, der den Schnee schwarz färbte, aber im Sommer war es Sand. Als ich am Supermarkt vorbei kam, beschloss ich, zum Frühstück Eiscreme zu essen. Es war herrlicher, heißer Tag, wie man es sich gar nicht von Russland vorstellen konnte.

Ich war ein wenig zu früh angekommen und sprach eine ganze Weile mit dem Wachtmann auf Russisch - auch wenn das Gespräch immer etwas stockte, gelang es uns doch, Informationen auf Russisch auszutauschen... vielleicht lernte ich die Sprache ja doch noch. Auch mit der Frau, die das Anwesenheitsbuch führte, unterhielt ich mich auf Russisch, und als Olga schließlich kam waren meine ersten Gedanken auch auf Russisch und ich fragte mich, wie das wohl passiert war.
Wir warteten draußen in der Sonne und sie wies mich in einem neuen Spiel an, ihr auf Russisch zu sagen, in welche Richtung sie einen Schritt machen sollte. Pünktlich eine halbe Stunde zu spät kam auch schon Albert, wie immer grinsend, in alter Form, aber hustend wie ein Kettenraucher.
Die anderen Studenten stellten sich schon in einer Schlange auf um ihre Projekte möglichst schnell zu zeigen um dann ins Wochenende zu gehen, und ich sah schon, dass es etwas länger dauern würde und begann meine Russischkurs-Hausaufgaben zu erledigen.
Ich ließ auch Olga vor. Sie zeigte nicht nur ihr Projekt, sondern hatte auch Fragen zu ihrer Bachelor-Arbeit, deren Betreuer Albert war. Und als ihr die beiden so beobachtete, Seite an Seite über die Router gebeugt - Albert erklärend, Olga nickend - wurde mir mit einem warmen Gefühl klar, dass sie meine beiden liebsten Menschen hier in Russland waren. Schon seltsam, wie sich Dinge entwickeln. Vor drei Monaten war ich eine Fremde gewesen, und nun war ich umgeben von so vielen lieben Menschen, die die Fremde zur Heimat machten.

So war es mir eine umso größere Freude, dass wir Albert heute unsere spezielle Ausarbeitung geben konnten - ich hatte die Bilder mit Photoshop nach Olgas Angaben zusammengestellt, und es war ziemlich gut geworden. Olga hatte zu Hause geübt, wie sie Albert den Hefter mit erster Miene und wohlgewählten Worten überreichen konnte, als sei es ein ernsthaftes wissenschaftliches Projekt, und so dauerte es einige Sekunden bis Albert klar wurde, dass es ein Scherzprojekt war. Wie erwartet freute er sich ausgesprochen darüber und gab mit breitem Grinsen eine schwungvolle Unterschrift. Natürlich bekamen wir beide eine scherzhafte 5 dafür - die beste Note in Russland.

Wir saßen anschließend noch eine Weile zusammen und plauderten; Albert zwang mich wieder dazu, russisch zu sprechen, und am Abend schrieb mir Olga, wie böse sie mit mir war, weil ich vor ihr verborgen hätte, wie gut ich schon russisch spräche... ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo sie das herausgehört hatte.

8. Mai
Wir hatten in dieser Woche eine richtige kleine Tradition entwickelt, uns jeden Tag zum Mittagessen oder auf einen Tee zu treffen, und so war es auch heute wieder. Olga kam wie immer zum Wohnheim und hatte mir eine selbstgemachte Suppe mitgebracht, die "Okroschka" genannt und aus Kwas oder saurer Sahne hergestellt wurde. Ich inspizierte die Suppe genauer... wahrscheinlich sollte ich eher beschreiben, was nicht in der Suppe war, denn da wäre ich schneller fertig... aber mal schauen: Gurke war darin, gekochtes Ei, Wurst, Kartoffel, Lauch... aber warum füge ich nicht einfach ein Bild davon an? Bitteschön, Okroschka:


An diesem Tag zeigte mir Olga, wie man Kränze aus Löwenzahn flechten kann, denn - wie gesagt - sie hatte das Bedürfnis, mir jeden Tag etwas Interessantes zu zeigen.

Und dieses Foto ist speziell für Matthias, der ausdrücklich darum gebeten hatte, mal wieder mein Gesicht zu sehen:


Noch eine Bemerkung am Rande:
Wie außerhalb jeglicher Zivilisation kam ich mir an einigen Tagen mit dem im Wohnheim verfügbaren Internetanschluss vor. Plötzlich konnte ich weder auf blog.de zugreifen, noch auf meinen deutschen Universitäts-E-Mail-Account. Zumindest das Problem mit meinen E-Mails war schnell auf das Netzwerk der ISTU zurück zu führen, wenn auch noch längst nicht damit gelöst. Nach einer Weile gelang es mir, zumindest wieder lesend auf meine E-Mails zuzugreifen; bis ich Senden konnte, dauerte es noch eine Weile länger. Murik empfahl mir, mich im Auslandsamt darüber zu beschweren, aber am nächsten Tag war dieses Problem bereits behoben. Nur blog.de wollte mich noch immer nicht auf seine Seiten lassen. Ilya hatte mir ebenfalls davon berichtet, und auch von der alternativen Internetverbindung im Wohnheim aus konnte man die Seiten nicht erreichen. Es schien ein russlandweites Problem zu sein und ich sponn schon wilde Verschwörungstheorien in meinem Kopf zusammen bis ich feststellte, dass das Problem nicht an Russland lag, sondern die Verbindung erst von blog.de zurückgewiesen wurde. Einige Tage später las ich im Newsletter der Seite, dass aufgrund einiger Angriffe auf blog.de der Zugang von Ländern wie Russland und China komplett gesperrt wurde. Natürlich kam ich über einen ausländischen Proxy-Server immer noch auf blog.de, aber es stellte sich als besonders langweilige langwierige Arbeit heraus, einen geeigneten kostenlosen Web-Proxy zu finden, der fehlerfrei mit blog.de zusammenarbeitete. Am Ende nahm ich zwei verschiedene Proxys für die unterschiedlichen Arbeitsschnitte beim Erstellen eines neuen Blog-Eintrags. Mit texkun.ip-now.net konnte ich den Eintrag erstellen und Fotos einbinden, die ich jedoch nur mit ianaz-proxy.com überhaupt erst hochladen konnte. Es dauerte die halbe Nacht bis ich meinen neusten Blog-Eintrag mit Fotos im Netz hatte. Beim nächsten Eintrag erklärte sich netterweise Matthias bereit, ihn für mich online zu stellen... auf ihn würde ich wohl noch eine Weile zurückgreifen müssen, denn von blog.de hieß es, dass die Sperrungen bis auf weiteres noch aufrecht gehalten werden mussten.

2 Kommentare:

  1. Aber warum bestellst du dir dann ein Eis, wenn es dich eh schon fröstelt? Nicht lieber einen Tee :) Haste Gergö wenigstens vom Eiswerk erzählt und was es da alles für leckere Sorten gibt?

    Das liegt bestimmt daran, weil du so abgemagert bist, dass sie dir immer was essbares mitbringt :D Du magst keine eingelegten Gurken?

    Hast du auch von dem Baum genascht als du den Beitrag mit dem Fahrstühl schriebst? ^^ Was lernen wir also davon, nicht alles essen was andere sagen ;)

    Schafgarbe, ist das nicht irgendwie ein wenig giftig?

    Ohhh, wollen wir diesen "Wrap" zusammen mit unseren Wodka-Schoko-Erdbeeren zusammen auf dem Markt verkaufen? ^^

    Die Aufgabenstellung auf dem Foto ist meiner Meinung nach sehr deutlich und verständlich ^^

    Wie kannst du den Steckdosen-Bug auch auf einmal von ganz alleine fixen :D

    Bei dem Gummiband springen hatte Olga dich sicherlich wieder Mini und Stöckelschuhe an, das ist erhöhter Schwierigkeitsgrad ;)

    Saure Gurken sind gut gegen Kater am Morgen... ;)

    Will auch ein Matroschka-Origamie *lieb guck*

    Sind die Russen emotional wie die Kirgiesen, dass die alles knuddeln müssen? Und machst du das jetzt auch so? :)

    Ich find das sensationell. Also du aus Holland wiederkamst, hast du dich über die Moffen aufgeregt, mit deren Unfreundlichkeit und dass in Holland immer alle freundlich Bitte, Danke. Hallo und Tschüss gesagt haben. Jetzt bist du in einem Land, was unfreundlicher zu Fremden scheint als Deutschland und du findest es auch begeisternd,,,.

    Was hat Gergö dir denn tolles erzählt? :D

    Mhhh, Eis zum Frühstück. Ich dachte davon bist du seit Helsinki geheilt? Hattest du auch komisches Erdbeerzeugs zum drübergiesen? ^^

    Ich glaube auch, du sprichst schon besser Russisch als du selbst von dir denkst und es dir zutraust!

    Nicht nur diesen einen Blog....

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  2. Eis wird in Russland grundsätzlich zu jeder Temperatur und Jahreszeit gegessen))
    Machst du grad Werbung fürs Eiswerk? Dann schreib auch die Adresse dazu^^

    Ja, mittlerweile passt sogar schon ein Teepot mit mir in meinen Hosenbund. Und saure Gurken sind doch bah... besonders die original-Russischen)

    Was für einen Fahrstuhlbeitrag meinst du denn?

    Nö, Schafgarbe hab ich als Kind immer gegessen - und hat es mir geschadet?^^

    Genau, wir werden damit übelst reich))

    Na schön, dann schick ich dir noch die Praktikumsmaterialien und du schickst mir dann die Lösung^^

    Das war kein Bug, das war ein Feature... eine mobile Steckdose halt^^

    Russinnen spinnen =))

    Saure Gurken bringen einem vor allem einen sauren Magen. Kefir ist auch nicht besser.

    Bekommst du, wenn du mich im Sommer noch mal dran erinnerst^^

    Ja, und ich bin jetzt zum Knuddler geworden, kleide mich rosa und sammle Diddle-Mäuse...

    Ja, das hängt mit dem Stockholm-Syndrom zusammen *wichtig tu*

    Sag ich nicht :D

    Man wird alt wie eine Kuh und lernt trotzdem nichts dazu...^^
    Nee, komisches Erdbeerzeug gibt's hier nicht.

    Mein Russisch ist noch sehr gewöhnungsbedürftig für die armen Russen, die sich das anhören müssen XD

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