Sonntag, 2. Mai 2010

Ich lebe noch! Teil 2. [1/2] (11. bis 16. April)

Der ein oder andere wird sich gefragt haben, wo in meinem letzten Bericht der Teil über meine Prüfungen und die Konferenz geblieben ist. Der fehlende Teil kommt in diesem Bericht... noch nicht vor. Dafür nun endlich meine Reise nach Sankt Petersburg...

Die Prüfungsvorbereitungen waren bisher eher mäßig gelaufen, wie sich jeder vorstellen konnte, der meine letzte Woche gelesen hat. Heute war Sonntag; ich hatte noch einen letzten Tag zum Lernen vor meiner Abreise und noch nicht mal das Material zusammengestellt, das ich im Zug lesen wollte. Ausgerechnet für heute war ich von meiner Studiengruppe in den Zirkus eingeladen worden.

Wie gerädert und gevierteilt schleppte ich mich aus meinem Bett und vor die Tür. Der Wettbewerb hatte seine Spuren hinterlassen; der Muskelkater war besonders schlimm, weil ich ihn nicht gewohnt war, denn sonst machte ich immer einen weiten Bogen um sämtliche sportliche Aktivitäten.
Olga, Pascha und ich trafen uns wieder an Gebäude 2 an den Flugabwehrkanonen. Nun da der Schnee geschmolzen war, sah man erst, dass es Museumsstücke waren, und dass sie nicht etwa nach dem Ende des Kriegs hier stehen gelassen und vergessen worden waren. Tatsächlich hatten sie bis vor ein paar Jahren in Gebäude 2 gestanden, zu dem aber nicht alle Studenten Zutritt hatten, weil dort Waffeningenieurswesen unterrichtet wurde. Zumindest hatte ich diese Variante der Geschichte einmal gehört. Es klang, es wäre es schon etwas länger her gewesen.

Wir konnten uns nicht recht einig werden, ob wir den Bus, den Trolleybus oder die Straßenbahn ins Zentrum nehmen sollten. Pascha hatte ein elektrisches Ticket für den Bus, das die Fahrt billiger macht; Olga hatte eine Monatskarte für den Trolleybus. Ich hingegen war für Trolleybus oder Bahn wegen der "Glückstickets", nach denen ich mittlerweile fast süchtig war, denn im Bus gab es sie nicht. Es war wie jeden Tag zur Lotterie zu gehen und ein Ticket zu ziehen, das der Hauptgewinn sein könnte. Nur dass der Hauptgewinn im Fall der "Glückstickets" ein schlechter Nachgeschmack ist, denn wie bereits früher erwähnt, muss man das Ticket essen um sein Glück "einzulösen". Es übte dennoch eine gewisse Faszination auf mich aus. Wer kam auf die Idee, dass Fahrkarten Glück bringen? Es konnte kein alter Volksglaube sein, denn früher gab es diese Tickets noch nicht, da es auch relativ wenig öffentliche Verkehrsmittel gab. Waren es am Ende die Fahrkartenverkäufer selbst um den Verkauf anzukurbeln und dem Schwarzfahren entgegenzuwirken? Wer kam auf die Idee, sie zu essen? Und ist das Glücksticket ein Glücksbringer oder nur ein Glücksindikator? Ein modernes Rätsel der Menschheit.

Der Zirkus war nun gar nicht, was ich erwartet hatte. Zum einen war es kein Zelt auf irgendeiner Wiese, sondern zwei eigens errichtete, architektonisch interessante Zirkusgebäude mit angeschlossenem Hotel für die Künstler.
Wir hatten noch etwas Zeit, und Pascha verschwand unter einigen Leuten die er kannte - denn er kannte eine ganze Menge, vor allem weibliche Studenten, denen er immer zufällig über den Weg lief, wenn wir unterwegs waren. Olga und ich setzten uns auf eine Bank und sie bat mich, ihr zu zeigen, wie diesen Origami-Blumenball herstellt, den ich ihr in der letzten Vorlesung geschenkt hatte. Sie war mittlerweile genauso süchtig nach Origami wie ich und hatte - genau wie ich - immer einen Stapel Papier dabei. Von den anderen Studenten unserer Gruppe kam nur noch eine, die ich bisher nur vom Sehen kannte. Auch sie hatte schon in der Vorlesung Origami mitgebastelt.
Olga hatte die Tickets für uns schon vorher gekauft und bestand darauf uns einzuladen. Von ihr kann man nichts ablehnen; sie setzt mit typisch-russischer Ruppigkeit genau das durch, was sie sich in den Kopf gesetzt hat.
Das Hauptgebäude mit der Manege war mehrstöckig und rund mit einer hohen Decke, sodass es doch ein wenig wie ein Zirkuszelt wirkte. Nur viel schmucker. Es gab Marmorsäulen und Marmorfußböden, und ein breiter Gang führte rings um die Manege. Dort standen Zuckerwatteverkäufer, Händler mit allerlei leuchtendem Krimskrams und so weiter. An einer Stelle stand sogar eine Hüpfburg aufgebaut. Es war ein Ort, von dem Kinder träumen. Würde man es in Deutschland genauso aufziehen, könnte der Zirkus sein angegrautes und abgehalftertes Image abstreifen. Die Vorstellung selbst war nicht minder beeindruckend.
Obwohl heute der letzte Auftritt eines berühmten Dompteurs war, war die Vorstellung nicht ausverkauft und wir nahmen uns bessere Sitze als wir uns eigentlich gekauft hatten. Fotografieren strengstens verboten, aber ich tat es trotzdem und wurde erst beim zweiten Teil der Show erwischt, jedoch ohne Konsequenzen, denn ich beschloss, die Aufpasser nach der Verwarnung nicht herauszufordern. Genug schönes Fotomaterial hatte ich ja schon bekommen.
Langbeinige Tänzerinnen in hohen Hacken und ein Clown überbrückten abwechseln zwischen den Show-Einlagen mit sorgfältig trainierten Tieren. Die Tänzerinnen waren eindeutig eher für Papa als für die Kinder gedacht; sie hatten selten mehr als ein paar bunte Kleiderfetzen an.
Ein Pferd tanzte, ein Rudel weiße Hunde sprang übereinander hinweg und plötzlich flog ein Bär durch die Luft an einem Trapez. Es sah gerade künstlich genug aus um an der Echtheit des Bären zu zweifeln, doch er war echt. Weitere Bären führten noch viele weitere Kunststücke auf, nur auf einem Fahrrad fuhr keiner, wie es auf der Zeichnung neben der Tribüne angedeutet gewesen war. Ich hatte auch mehr erwartet, einen Bär auf einem Einrad zu sehen, aber wahrscheinlich schaue ich zu viel fern. Ich erinnere mich da noch an eine Folge von Family Guy, in der zwei der Charaktere als Spione nach Russland reisen und am Flughafen feststellen: "Wow, das sind die Russen? Ich meine, klar denkt man an Bären auf Einrädern, wenn man an die Russen denkt, aber - sie sind alle Bären auf Einrädern?"
Ich habe eben den Link dazu herausgesucht: http://www.youtube.com/watch?v=FWDQJkXfwbo

Das Programm blieb einfallsreich; das Publikum wurde eingebaut, viel Wasser wurde verspritzt, und auf Rollschuhen getanzt. Später wurde ein seltsames Gebilde aufgebaut; eine Art doppeltes Laufrad, das von zwei Artisten durch das Laufen angetrieben wurde, während es sich um den Schwerpunkt zwischen den beiden Rädern drehte. Es sah ganz schön gefährlich aus, wenn einer sein Rad verließ und in mehreren Metern Höhe außen um das Rad herumlief. Sie waren völlig ungesichert und sprangen am Ende kunstvoll vom Rad hinunter. Das Publikum tobte vor Begeisterung.
In der Pause gingen wir in dem riesigen Gebäude spazieren und aßen mitgebrachte Schokolade und Trockenpflaumen. Etwas zu Trinken hatten wir nicht, aber auch dafür wurde gesorgt, denn es gab in dem Zirkusgebäude einen kleinen Fast-Food-Bereich. Ich konnte mir allerdings nicht vorstellen, dass es sehr viel Absatz fand, denn es roch streng nach Pferdeurin. Pascha kaufte eine Cola mit vier Strohhalmen und machte ein Foto von uns, wie wir alle zur gleichen Zeit tranken. Ich will nicht wissen, was dabei durch die Strohhalme in den Becher zurückfloss.
An den Wänden hingen gerahmte Fotos. Wladimir Putin war schon hier im Zirkus gewesen. Wahrscheinlich nicht er selbst, sondern einer von vielen Doppelgängern, denn ich hatte ihn mittlerweile auf so vielen Fotos mit berühmten Menschen an allen möglichen Orten gesehen - das konnte doch einer allein gar nicht alles schaffen.
Eine Klingel läutete zum Zeichen, dass es weiterging. Unsere guten Plätze waren von anderen Besuchern mit schlechteren Karten besetzt worden, also gingen wir an unsere richtigen Plätze, an denen uns immer die Scheinwerfer voll erwischten.
In der Pause war ein hohes Netz um die Manege errichtet worden, das die Zuschauer vor dem schützen sollte, was nun auf die Bühne kam. Es waren fünf Tiger. Sie wirkten sehr schlecht gelaunt und nicht besonders daran interessiert, auf die großen glänzenden Bälle zu springen, die dort im künstlichen Nebel lagen. Der Dompteur bewegte sich auf einem der Bälle laufend durch die Manege und reizte die Tiger so lange mit einem Stab mit Kordel, bis sie grimmig fauchend das taten, was er von ihnen wollte; das war zum ersten auf die Bälle zu springen, und zum zweiten auf den Bällen durch die Gegend zu balancieren. Dann sollte einer der Tiger eine tierische Brücke bilden mit den Vorderpfoten auf einem Ball, und den Hinterpfoten auf einem anderen während der Dompteur über ihn sprang während sein Ball unter dem Tiger knapp durchrollte. Dann brachte er einen anderen Tiger dazu, es ihm gleichzutun. Es grenzte an Tierquälerei.
Die Tiger wirkten so griesgrämig, dass wir schließlich darauf wetteten, welcher der Tiger den Dompteur am Ende anfallen und fressen würde. Doch ich glaube, sie waren alle schon satt, und sie Show ging unblutig aus. Da es sein letzter Auftritt war, bekam er am Ende Blumen und wurde von allen Artisten herzlich verabschiedet. Dann begann der Dompteur zu singen. Das fanden sogar meine Begleiter seltsam. Manchmal ist es gut, eine Rückversicherung zu haben, dass nicht alles normal ist, was in Russland passiert. In der ersten Zeit bin ich praktisch nur mit einer unsichtbaren Sprechblase über meinem Kopf herumgelaufen, in der stand: "Was war das gerade, was soll das?!" Das hat sich mittlerweile gebessert, aber ich finde fast jeden Tag noch etwas, das mich doch etwas erstaunt.







Nach der Vorstellung sind wir noch schnell zusammen einkaufen gegangen - die Läden haben am Sonntag in Russland zwar generell geöffnet, aber nicht übermäßig lang. Olga hatte mir schon länger zeigen wollen, wo ich schöneres Origami-Papier kaufen konnte. Es gab eine recht große Auswahl in einem Papiergeschäft und wir begannen den Verkäufer zu verwirren, weil ich aus der Auswahl einige ganz bestimmte Zusammenstellungen wollte; hauptsächlich brauchte ich grüne und blaue Blätter. Der Verkäufer wollte seine Ausstellungsstücke natürlich nicht wegnehmen, aber er brachte uns immer wieder die falschen Blöcke bis er es aufgab und mir die Ausstellungsstücke verkaufte.
Nun ging es noch in den Supermarkt um Reiseproviant zu besorgen; ich überlegte Wodka zu kaufen um Albert im Zug betrunken zu machen, denn das steht noch auf meiner Liste der Dinge, die ich im Leben machen will: Einen Professor abzufüllen. Aber vielleicht nach den Prüfungen zusammen, meinten meine Freunde.
Als ich Plastikgeschirr entdeckte, griff ich zu. Nicht wegen der Reise, sondern aufgrund der diebischen Elstern im Wohnheim. Ich war noch keinen Schritt näher daran meinen Teller oder meine Gabel wiederzufinden, die ich einmal ausversehen nach dem Abwaschen in der Spule er Gemeinschaftsküche zurück gelassen hatte. Soviel zu: "Gib mir das Geschirr einfach zurück, wenn du nach Hause fährst."
Murik hatte Nachforschungen bei den Ägyptern vorgeschlagen, weil alle anderen Studenten schon eine ganze Weile im Wohnheim lebten und Geschirr besaßen. Allerdings hatte er auch zugegeben, dass vor den Ägyptern schon Dinge verschwunden waren, teilweise auch aus den Zimmern, und ihm selbst verschwanden immer wieder DVDs, Kabel oder eine Tüte Kefir aus dem Computerraum.

Den restlichen Nachmittag verbrachte ich damit, Material für meine Prüfung zum Lernen im Zug zusammenzustellen. Viel war vom Nachmittag nicht mehr übrig und Albert schrieb mir per SMS, dass sie 20 nach acht am Wohnheim sein würde um mich abzuholen.
Der Zug fuhr 21:30 Uhr; Pascha hatte gemeint, eine Stunde früher loszufahren sei sehr knapp, schon bei gutem Verkehr brauchte man bis zum Bahnhof 30 Minuten mit dem Auto, aber ich beschloss den Gedanken zu ignorieren, dass wir den Zug verpassen könnten. Und selbst wenn, würde Albert schon einen Weg finden, und wenn wir mit dem Taxi bis zum nächsten Bahnhof 60 Kilometer entfernt fahren müssten.
Bis zur letzten Minute druckte ich also meine Aufzeichnungen und weiteres Material aus, zwischendurch wollte der Drucker nicht mehr so richtig, aber am Ende hatte die zeitliche Abstimmung perfekt geklappt. Meinen Rucksack hatte ich schon am Vortag gepackt, sodass ich ihn mir nur noch schnappen musste ohne mir dabei Sorgen machen zu müssen, dass ich etwas vergessen hätte - denn ich hatte einen Tag Zeit gehabt, darüber nachzudenken, was ich für die nächste Woche alles brauchen würde. Ich hatte genug Kleidung zum Wechseln, sämtliche Adressen, Telefonnummern und Reiseanweisungen meiner Bekannten in Sankt Petersburg; Ich hatte einen Reiseführer und mein dickes Wörterbuch dabei; Kopien von Reisepass, Visum und Krankenversicherung; Hygieneartikel, Bürste, Handtuch; Teebeutel und einem Sack Lebensmittel extra, da ich in den prall gefüllten Rucksack nichts mehr hineinbekommen hatte. Das einzige, was ich vergessen hatte, war das Duschgel, aber das war vielleicht gut so, denn das war der eine Gegenstand, den ich grundsätzlich bei meinen Gastgebern vergas.
Ich ächzte als ich den schweren Rucksack auf meinen Schultern spürte; der Muskelkater meldete sich wieder und forderte Beachtung. Die Etagen-Omis fragten mich, wo ich so spät noch hinwolle; ich erklärte ihnen, dass ich nach Sankt Petersburg fahren wollte und endlich hatte ich Sätze aus meinem Lehrbuch verwenden können! Ich gab meinen Schlüssel ab, den sie an einen gesonderten Ort zur Verwahrung legten bis ich wiederkam.
Überhaupt sollte ich auf dieser Reise viel Russisch sprechen. Albert hatte gemeint, überhaupt nur russisch mit mir sprechen zu wollen während wir unterwegs waren. Ich nahm ihm beim Wort und schickte ihm schon die SMS auf Russisch. Er antwortete auf Englisch. Wahrscheinlich traute er meinen Russischkenntnissen doch noch nicht so sehr.
Ab 20:15 Uhr warte ich unten vor der Tür, dabei wusste ich, dass die Angabe 20:20 eindeutig Abilov-Zeit war und mindestens 10 Minuten darauf addiert werden mussten um die tatsächliche Ankunftszeit zu erhalten. Nach 10 Minuten schrieb er, dass sie auf dem Weg waren. Ich hüpfte von einem Bein aufs andere; eigentlich hätte ich nach der Erkältung wissen müssen, dass es abends in Izhevsk eisig wird. Ich hatte meine Winterjacke gegen meine Sommerjacke ausgetauscht weil mir alle Bekannten aus Petersburg erzählt hatten, wie warm es dort schon sei. Wenigstens hatte ich mich im letzten Moment entschlossen, meine Strickmütze und meinen Schal mitzunehmen.

Bei jedem Taxi lief ich ein Stück näher an die Straße, aber sie fuhren vorbei. Schließlich hielt ein Privatfahrzeug im Hof. Ein wenig überrascht begrüßte ich alle; der Fahrer half mir mit meiner Tasche während ein wuchtiger Mann mit Halbglatze auf dem Beifahrersitz die Ruhe ausstrahlte wie ein Buddha. Das musste der Leiter des Fachbereichs Telekommunikation sein, von dem ich wusste, dass er mit auf die Konferenz nach Moskau fuhr, aber von dem ich keinen Namen oder Foto im Internet hatte finden können. Dafür dass ist ISTU die besten Programmierer im Land ausbildete, war ihre Webseite eine Katastrophe. So erfuhr ich auch jetzt nicht, wie er hieß, denn es wurde angenommen, dass ich wüsste, wer der Leiter meines Fachbereichs war und ich wollte mir nicht die Blöße geben, nachzufragen. Und weiß es bis heute nicht.

Es gelang mir mit einiger Mühe den Gurt freizulösen, aber dann stellte ich fest, dass es kein Gegenstück zum Anschnallen gab. Albert beruhigte mich, der Freund am Steuer sei ein guter Fahrer. In der nächsten Kurve drückten mich die Fliehkräfte an die Tür und ich hielt mich an der Türklinke fest, jederzeit bereit, hinauszuspringen. Wir kamen entgegen aller Erwartungen heil und sogar zu früh an. Der Zug ist normalerweise erst eine halbe Stunde vor der Abfahrt betretbar, beziehungsweise wenn der Wagon-Chef auftauchte. Jeder Wagon hatte einen eigenen Verantwortlichen, der aufsperrte, Tickets kontrollierte und die Reisenden mit aktuellen Reiseinformationen versorgte.

Bisher hatte ich mich tapfer mit Russisch gehalten, als ich im Auto zu meinem Studium ausgefragt wurde, aber nun probierte der Fahrer sein Englisch bei mir aus während Albert Zeitungen kaufen ging und der Chef zum Rauchen verschwand. Zum Abschied bat er mich um meine Telefonnummer.

Vor dem Einsteigen wurden unsere Tickets und unsere Pässe kontrolliert. Die Tickets waren auf wie hier üblich auf unsere Namen ausgeschrieben und enthielten eine Menge kryptische Informationen über unsere Reiseroute und den Zug.

Das Coupé war besser als auf Hinfahrt nach Agryz; es war abschließbar, die Sitze dick ledergepolstert, und trotzdem noch nicht das Beste, was man von einem Coupé erwarten konnte, meinten meine Begleiter. Das Fenster ließ sich nicht öffnen, es gab keine Klimaanlage, dafür ein eingebautes Radio mit Regler und Metallstützen an den Gangseiten der oberen Betten, sodass man nachts nicht herausfallen konnte. Ich fühlte mich wie ein Affe immer wenn ich nach oben kletterte und mich nach unten schwang; nur beim ersten Mal nach unten verschätzte ich mich in der Höhe, sodass meine Schulterblätter beim Abspringen krachten.
Die Männer baten mich, zum Umziehen das Abteil zu verlassen, als ich wieder hinkam, trugen sie statt ihrer schönen korrekten Anzüge ausgelatschte, schlapprige Jogginghosen, Badelatschten und Shirts, unten denen sich unvorteilhaft die Bierbäuche wölbten. Spätestens ab diesem Anblick ist ein Prof keine echte Respektsperson mehr, und ich hätte wohl mit ihnen trinken können. Tatsächlich dachten war darüber nach, am nächsten Tag in Nischni Nowgorod etwas einkaufen zu gehen, wir dort sollten wir einen 40-minütigen Aufenthalt am Nachmittag haben; so stand es auf der Übersichtstafel im Gang. Ich beschloss, Ilya zu kontaktieren und ihn zu fragen, ob er sich am Bahnhof treffen wollte, nachdem das Wiedersehen in Izhevsk schon nicht geklappt hatte.

Es gab einen weiteren Mann in unserem Vierer-Coupé, der sich jedoch meist in dem Gang aufhielt. Er wärmte sich erst am nächsten Tag nach dem Frühstück mit uns auf, dann saßen wir die meiste Zeit zu viert auf den beiden unteren Betten und schwatzten.
Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass wir fast 25 Stunden bis Moskau fuhren und insgesamt 32 bis Sankt Petersburg. Während Albert und sein Chef am Abend des nächsten Tages in Moskau ausstiegen, verbrachte ich noch eine zweite Nacht mit diesem anderen Mann bis nach Sankt Petersburg.

Albert und sein Chef begannen Fachliches auf Russisch zu diskutierten und ich hörte zu ohne viel zu verstehen. Ab und zu fragte mich Albert zu meiner Meinung. Ihn verstand ich mittlerweile ganz gut, wenn er langsam sprach, aber das Ohr an die Sprechweise anderer Personen zu gewöhnen, war eine schwierige Angelegenheit. Dennoch hörte ich mit Vergnügen zu; Albert war wie ein aufmüpfiger Schüler und sein Chef gab ihm immer wieder ruhig und oberlehrerhaft neue Aspekte zum Nachzudenken. Nach einer Weile schweiften meine Gedanken ab und ich sah aus dem Fenster, wo ich nur unsere Spiegelungen sah. Der Chef bot mir an, mit ihm den Platz zu tauschen, denn er hatte den Fensterplatz, weil dieser mit dem unteren Bett verbunden war, während der Gangplatz zum oberen Bett gehörte. Draußen sah man auch nicht mehr als von meinem Platz aus; es war dunkel und in der Ferne blitzten noch die letzten Lichter der Stadt bevor alles zu Wald wurde.

Als der Chef das nächste Mal zum Rauchen ging, gaben Albert und ich den Kampf mit Russisch auf und unterhielten uns wieder auf Englisch. Aber zumindest hatte ich eine Stunde lang meinen guten Willen gezeigt...

Mich überraschte zu erfahren, dass Albert Moslem war - wie etwa 10% alle Bewohner Izhevsk. Man sah es ihnen aber nicht an; nicht mal den Frauen. Auch Olga, mit der ich von Zwickau nach Izhevsk gekommen war, ist Muslimin. Die meisten Muslime in Izhevsk sind tatarischer Abstammung. Die russische Republik Tatarstan grenzte direkt an Udmurtien und die udmurtische Hauptstadt Izhevsk bot mit ihrer Industrie viele Arbeitsplätze, weshalb viele Familien aus Tatarstan in die Stadt zogen.
Sie praktizierten ihre Religion jedoch so gut wie nie. Albert erzählte, dass er einmal im Jahr in die Moschee ging um Geld für eine gute Sache zu spenden. Nur sein Vater beschäftigt sich etwas mehr mit der Religion, aber das sei normal, wenn man älter wurde und sich die Frage nach dem Leben nach dem Tod stellte.

Es wurde bald Mitternacht und noch später, aber ich war immer noch nicht müde. Ich glaube, Albert war es schon; er hatte bis 4 Uhr morgens an einem neuen Projekt gearbeitet, einen Cisco-Anfängerkurs als Pilotprojekt für einige Schulen zu organisieren. Dennoch leistete er mir noch Gesellschaft; er war eben auch ein Nachtmensch. Während sich die beiden anderen Männer bettfertig machten und schlafen gingen, standen wir im Gang und studierten die Reiseroute und die riesige Liste von Verboten. Wir machten Fotos und lachten. Erst als uns die Stille im ganzen Zug bewusst wurde, begannen wir leiser zu reden. Alber schlug vor einen Tee zu trinken. Im Kohleofen in jedem Wagon gab es immer heißes Wasser. Nur eine Tasse fehlte mir, doch die konnte man sich beim Wagon-Leiter ausleihen. Ihr Name stand am ersten Abteil. Sie war noch wach und gab mir eine Tasse.
Zurück in unserem Coupé kramte ich die Beutel deutschen Tees hervor. Ich überzeugte ihn Rhabarbertee zu probieren. Ich erzählte immer wieder gern von dem seltsamen Gemüse, das nur Deutsche zu kennen schienen und bot ihm an, ihm Rhabarberkompott mitzubringen, wenn wir uns in Deutschland wiedersehen sollten; er hatte die Möglichkeit, noch einmal zurück nach Dresden zu kommen um an einem Forschungsprojekt mitzuarbeiten. Er reichte mir die Hand darauf und wir machten einen Rhabarberpakt.
So hockten flüsternd auf seinem Bett und tranken Tee, und die beiden anderen Männer begannen ein Schnarchkonzert. Albert packte ein Päckchen aus und fragte, ob ich auch Salz in meinen Tee wollte. Er behauptete mit ernster Miene, seinen Tee immer mit Salz zu trinken, das sei gut. Natürlich war es brauner Zucker, er hatte mich schon wieder reingelegt. Ich gab ihm einen freundschaftlichen Klaps auf den Arm und erst dann fiel mir ein, dass er doch mein Professor war, aber er schien es mir nicht krumm zu nehmen. Er war ein schlimmerer Scherzbold als mein Vater, doch dank diesem Scherz fand ich endlich heraus, wann er mich veralberte: Nämlich wenn er völlig ernst blieb statt wie immer zu lächeln. Er lachte, als ich ihm diese Theorie unterbreitete. Ha! Und wie ich ihn durchschaut hatte!
Dann begann er mir Trinkvokabular beizubringen: "Nalewaj" - "schenk nach". Und im Russischen gab es einen Unterschied zwischen trinken und trinken... "dawaj wypjem" - "lass uns austrinken" sagt man, wenn man Wodka meint.
Gegen zwei Uhr morgens beschlossen wir, dass es Zeit war schlafen zu gehen.

Schnarchkonzert der beiden Männer und das Atmen von Albert faszinierte mich eine Weile - weil es mich vom Schlafen abhielt. Eine halbe Stunde später ging es mir nur noch auf die Nerven: Raaaaaaaaaaaaatz grunz puh raaaaaaaaaaaaatz grunz puh raaaaaaaaaaaaatz grunz puh... ging es ganz rhythmisch, wie eine Melodie. Dazu das Rattern des Zuges, das vom Schnarchen fast völlig übertönt wurde. Besonders der fremde Mann erreichte eine Lautstärke, die am ehesten damit vergleichbar war, dass ein Gegenzug mit voller Geschwindigkeit in unseren Zug hinein krachte. Ich weiß nicht, wie ich es schaffte, einzuschlafen. Wahrscheinlich war mein Kühlschrank ein gutes Training gewesen, denn ihn hörte ich nun auch nur noch ganz selten, und nur wenn ich bewusst darauf hörte.

Die Männer waren ein zuverlässiger Wecker. Schon um 5:45 schon nicht mehr schlafen. Ich überlegte, den Schnarcher zu treten oder ihm die Decke wegzuziehen, aber irgendwas in meiner Erziehung hielt mich davon ab. Stattdessen holte ich mir meinen MP3-Player und begann ihn mit Musik zu übertönen. So konnte ich noch ein Stündchen schlafen.

Es war ein sonniger Morgen; ich stand im Gang und beobachtete die Landschaft während Albert noch schlief und sein Chef an seinem Computer arbeitete. Sie sah völlig gleich aus über hunderte von Kilometern hinweg. Der Wald war ertrunken; der Schnee war geschmolzen und hinterließ ganze Seen im Wald. Vereinzelt sah ich Felder. Mitten im Nirgendwo fuhr ein Mann auf einem Motorrad übers Feld und hielt auf den Zug blickend an. Wenn einmal ein Dörfchen auftauchte, bestand es auf höchstens zehn Häusern, von denen zwei oder drei blau angestrichen waren und der Rest abbruchreif war; ihre Gartenzäune waren schief und vom Wind gekrümmt, die Dächer zusammengefallen und die Fenster leer. Ich fragte mich, wer immer noch hier lebte, und wovon er lebte.

Unser Dornröschen Albert war nun auch aufgewacht und wir begannen das Frühstück vorzubereiten. Jeder hatte wie ich einen großen Sack Lebensmittel dabei. Albert pflückte die Zeitung auseinander und legte sie auf die schöne Stoffdecke auf unserem Tisch bevor er das Essen darauf ausbreitete.
Der Chef aß seltsame Teigtaschen und bot mir eine an. Ich nahm an und bereute es beim ersten Bissen. Sie war mit Kraut gefüllt und schmeckte schlimmer als... nein, es gibt nichts, das schlimmer schmeckte. Albert gab mir ein Sandwich mit Käse zum Runterspülen. Dann bot er mir graues Fleisch an, das in Silberfolie gewickelt war. Seeeeehr lecker, meinte er. Dabei kam dieses Foto zustande, deshalb glaube ich ihm nicht, dass es geschmeckt hat:

Ich teilte meine Kekse, aber sonst hatte ich nicht sehr viel, was ich anbieten konnte. Fertigsuppe, trockenes Brot, Bonbons... es waren die Dinge, von denen ich mich grundsätzlich ernährte, aber nicht normale Menschen.

Die Stunden vergingen wie im Flug. Bald würden wir in Nischni Nowgorod ankommen; eine Stunde vor dem Halt in großen Städten lief die Wagon-Chefin durch den Zug und teilte allen mit, dass die Toiletten bald geschlossen werden würden. Es waren nämlich noch richtige, klassische Zugtoiletten, mit Loch im Boden. Erst hatte ich die Spülung nicht gefunden, aber dann entdeckte ich ein Pedal am unteren Ende der Toilette, mit der man den Toilettenboden nach unten klappen konnte und alles verteilte sich auf den Schienen. So etwas wollte man in größeren Bahnhöfen natürlich nicht haben.

Ilya war auf Arbeit und konnte leider nicht weg. So gingen Albert und ich ein Stück am Bahnhof spazieren und Fotos machen. Lenin leistete uns darauf Gesellschaft; den Blick streng in die Zukunft gerichtet. Man fand ihn und Bilder der Revolution noch an vielen Orten in ganz Russland, vor allem aber - wie es schien - in Bahnhofsgebäuden und U-Bahnschachten.

Ich glaube, Albert und ich sind uns ziemlich ähnlich; deswegen ging uns nie der Gesprächsstoff aus; wir konnten stundenlang über das Reisen reden, denn auch er hatte in der Hinsicht Hummeln im Hintern. Ich überzeuge ihn, das nächste Mal in Amsterdam Drogen zu probieren und im Gegenzeug bot er mir an, meine Masterarbeit zu betreuen falls ich die in Russland schreiben wolle. Wir diskutierten Astrologie, mit welchen Mitteln man uralt werden könne, und den Schönheitswahn von Frauen, der sich hier in Russland besonders extrem zeigt; dabei knackten wir uns Sonnenblumenkerne und hinterließen einen riesigen Haufen Schalen, bis es Zeit zum Abendessen wurde, für das wir in das Bordrestaurant gingen.
Das Essen dort war sehr gut, aber auch sehr teuer; ich gab es nach einer Weile auf die Karte zu lesen und suchte mir einfach das billigste Hauptgericht. Die beiden Männer aßen Vorspeisen und Salate, und wunderten sich, dass ich mein Essen so bescheiden wählte. Dazu gab es zwei große Kannen Tee. Bis wir das Restaurant wieder verließen, waren wir schon nah an Moskau.
Wir standen lange am Fenster im Gang und blickten auf die Landschaft, die sich nicht wesentlich verändert hatte, nur ab und zu brannte es ein bisschen mehr als heute am Morgen. Aber es gab in Russland so viel Wald, dass sich niemand an ein bisschen Feuer störte. Ich war ein wenig traurig, dass sich unsere Reise dem Ende näherte, aber auch aufgeregt, denn nun begann das wahre Abenteuer - um 6 Uhr morgens würde ich in Sankt Petersburg ankommen, mutterseelenallein, mir nur einem Rucksack und einer Rückfahrkarte für Donnerstag Nachmittag.

Wir umarmten uns zum Abschied und versprachen uns, während der nächsten Tage in Kontakt zu bleiben. Dann war ich allein.
In weiser Voraussicht legte ich mich schon in hier Moskau um 21:30 schlafen um wenigstens für ein paar Stunden dem schlimmsten Schnarcher zu entgehen, mit dem ich noch eine Nacht verbringen musste.
Die freien Plätze wurden von zwei Frauen aufgefüllt. Meine neue Platznachbarin ließ sich das Schnarchen jedoch nicht bieten und schlug in der Nacht immer wieder an sein Bett und weckte ihn auf. Erst war er ganz entrüstet, aber dann sah er es ein. Geholfen hat es nicht viel und ich schlief schließlich die ganze Nacht mit meinem MP3-Player.

Trotzdem musste ich um 5:30 Uhr morgens aufstehen, weil der Zug schon um 6 Uhr in Sankt Petersburg hielt. Ich fühlte mich definitiv wie zwei Nächte im Zug nicht geschlafen, und das viele Sitzen hatte meinen Muskelkater wesentlich gebessert. 32 Stunden im Zug, zwei Übernachtungen - das ist doch Wahnsinn für einen Wochenendausflug.

2 Kommentare:

  1. Und dir hat auch kein Wodka geholfen den Muskelkater zu verdrängen? ^^
    Haste dir eigentlich mal ne Waffeningeneurvorlesung angehört oder sind die geheim, ist bestimmt auch was interessantes dabei?

    O.o Es gibt elektronische Bustickets in Russland. Muss man da sein Handy oder so essen, wenn da eine bestimmte Quersumme drauf zu finden ist? Und sind da irgendwelche Drogen an den Tickets, dass du so fanatisch nach denen bist? Vielleicht gibt es ja einen Mafia-Bus-Ticket-Drogen-Ring, der das ganze eingerührt hat und die Leute mit dem Aberglaube abhängig machen wollten :D

    War der Zirkus so ein Gebäude wie das in Tashkent, an dem Springbrunnen, bei unserem Lieblingssupermarkt?

    Du bist aber böse, einfach im Zirkus zu fotografieren... das ist ja fast wie in einer usbekischen U-Bahn die Wände abzumalen :D Warum haste das nicht dort gemacht?

    Bäh, Strohhalme mit falscher Flussrichtung ^^

    Einen Russen abfüllen wollen, ist das nicht ein bisschen komisch, die sind doch eh immer blau… ^^

    Wow, ab jetzt sind die Russen die neuen Polen in Sachen Klau-Vorurteile ^^

    Öhm, ich kann mir irgendwie was lekkereres vorstellen als dicke Prof. Hattest du die zum Umziehen auch hinausgeschickt? Mich wundert dass dir der Respekt bei unseren Profs noch erhalten blieb, da man ja auch uns zu Unterhosen uns so sah… :D

    Du und dein Prof, ihr wirkt ein bisschen wie Turteltäubchen… im Zug

    Das mit der Pampa in der die Leute leben, ist doch wie das auf den Inseln zw. Stockholm und Turku, wo man sich auch fragte wie die da überleben.

    Woher wusste ich wohl wie deine Essenstüte aussieht ^^ Erinnerst du dich eigentlich noch an den gefüllten "Kuchen" aus Usbekistan. Iss nicht alles was dir angeboten wird :D

    Haste dir das Essen net so besorgt wie auf der Fähre den Lachs? Ich bin begeistert. ^^


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  2. Du musst gründlicher lesen, ich hatte keinen Wodka dabei :-p
    Waffeningenieurswesen wird schon seit Jahren nicht mehr unterrichtet, deshalb haben sie ja auch den Keller ausgemistet.

    Ja, Schatzl, man isst sein Handy. Also eigentlich nicht sein Handy, sondern nur die SIM-Karte. Aber das auch nur, wenn sie während des Bezahlens grün blinkt. Übrigens verwendet man sein Handy nicht für das Bezahlen, sondern eine Karte wie in Riga. Du programmierst zu viel auf Handys^^
    Aber der Gedanke mit den Drogen im Ticket ist gut. Wenn es wahr ist, wirst du bald Besuch von deinen Russennachbarn bekommen...

    Ja =) Du siehst es doch auf dem ersten Bild))

    Den Zirkus abzumalen?^^

    Flussrichtung ist nur eine Frage der Perspektive.

    Immer diese Vorurteile... die einzigen Leute, die hier immer blau sind, das sind die Ausländer)))))

    Ich glaube, das ist ein allgemein-osteuropäisches Phänomen ;)

    Ich musste die zum Umziehen nicht rausschicken, weil ich meine Kleidung auf Matroschka-weise trug. Und sach mal, wann hast du unsere Profs in Unterwäsche gesehen? Hab ich da was verpasst?^^

    Selber Turteltäubchen :-P
    Nee echt, wenn das Turteltäubchengehabe sein soll, was sind du und ich dann?^^

    Ja, aber da kam zumindest ab und zu ein Schiff vorbei, dem sie winken konnten. Wobei... dem Zug können sie auch winken... wahrscheinlich sind es alle Zombies.

    Aber.... es ist höflich, Angebotenes zu essen, und außerdem habe ich noch genug Kohletabletten dabei... nee, ich glaub, der Usbekistankuchen war wesentlich schlimmer. Oder ich bin mittlerweile abgehärteter, wer weiß...

    Irgendwann wird man halt erwachsen ;)

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